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Hotelier-Tipps · Vertrieb

Booking-Provision: Was sie dein Hotel kostet –
und wie du Gäste zurückholst.

Portale bringen Gäste, die du sonst nie erreicht hättest. Teuer wird es, wenn auch die Gäste über Booking kommen, die du längst kennst. Genau dort liegt dein schnellstes Geld.

Michael Stocker, Hotelgeschäftsführer im Hafnerhotel und Mitgründer von DynaQ
Von Michael StockerHotelgeschäftsführer im Hafnerhotel · Mitgründer von DynaQ5. Oktober 2026 · 3 Minuten Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
  • In Deutschland läuft fast jede dritte Übernachtung über ein Portal – 70,5 % davon über Booking.
  • Die Provision liegt meist zwischen 12 und 18 %, mit Zusatzprogrammen und Zahlungsabwicklung auch darüber.
  • Am teuersten sind die Portal-Buchungen deiner Stammgäste. Die holst du am leichtesten zurück.

Die Zahlen

Laut der Hotrec-Distributionsstudie 2026 werden in Europa noch 51,3 % der Übernachtungen direkt gebucht. 2013 waren es 57,6 %. In Deutschland liegt der Direktanteil bei 59,7 %, die Portale kommen auf 31,9 %.

Unter den Portalen gibt es praktisch einen Anbieter: 70,5 % aller Portal-Buchungen in Deutschland laufen über die Booking-Gruppe, 11,1 % über Expedia. Und 51 % der Hotels erleben häufig, dass Portale ihre Zimmerpreise unterbieten.

Noch ein Punkt, der selten auffällt: Über Booking wird doppelt so oft storniert wie bei Direktbuchungen – 19,0 % gegenüber 9,1 %.

Was das in Euro heißt

Eine einfache Beispielrechnung: 3.000 Übernachtungen im Jahr über Portale, 130 € pro Nacht, 15 % Provision. Das sind 58.500 € Provision im Jahr. Mit Zusatzprogrammen wie Preferred Partner (rund drei Prozentpunkte mehr) und der Zahlungsabwicklung über Booking wird es mehr.

Jede Stammgast-Buchung über ein Portal
ist Provision für einen Gast, den du schon kennst.

Sieben Wege, Gäste zurückzuholen

1. Stammgäste erkennen

Gleich die Portal-Buchungen mit deiner Gästekartei ab. Ein Rechenbeispiel: 312 Gäste aus dem Vorjahr buchen diesmal über ein Portal. Das sind rund 21.000 € Provision – für Gäste, die das Haus schon kennen.

2. Vor der Saison selbst schreiben

Schreib deine Gäste vom Vorjahr an, bevor sie bei Booking suchen. Mit einem Grund, direkt zu buchen: „Ihr Zimmer vom letzten Jahr ist für Sie reserviert bis …“

3. Direkt buchen braucht einen Vorteil

Etwas, das dich wenig kostet und dem Gast viel wert ist: Parkplatz, späterer Check-out, Wunschzimmer, ein Glas zur Begrüßung. Und du darfst auf deiner eigenen Website günstiger sein: Seit November 2024 darf Booking Hotels in der EU das nicht mehr verbieten (Digital Markets Act).

4. Buchen auf der eigenen Website in drei Klicks

Teste es selbst am Handy. Wenn du den Preis nicht sofort siehst oder fünfmal tippen musst, bucht der Gast dort, wo es einfacher ist.

5. Anfragen in Minuten beantworten

Wer per Mail anfragt und erst am nächsten Tag eine Antwort bekommt, hat längst bei Booking gebucht. Im Hafnerhotel werden Anfragen für Zimmer, Events und Restaurant heute in Sekunden beantwortet – früher dauerte es ein bis zwei Tage.

6. Google nutzen

Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit deinen Preisen und einem Link zur eigenen Buchung kostet nichts. Viele Gäste suchen dein Hotel bei Google – und landen sonst beim Portal.

7. Stornos im Blick behalten

Wer direkt bucht, storniert seltener. Bei Direktbuchungen kannst du außerdem eine Anzahlung vereinbaren – das senkt das Risiko leerer Zimmer.

Portale nicht verteufeln

Booking bringt Gäste aus Ländern, die du allein nie erreichen würdest. Das Ziel ist nicht null Portal. Das Ziel ist: Neue Gäste kommen über das Portal, wiederkommende Gäste buchen direkt.

So hilft DynaQ

Wissen statt vermuten.
In Sekunden.

Q erkennt, welche Gäste aus dem Vorjahr diesmal über ein Portal gebucht haben, und rechnet aus, was dich das an Provision kostet. Und beantwortet Anfragen in Sekunden – damit der Gast gar nicht erst zu Booking geht.

Lieber gleich persönlich sprechen? +43 5572 40970

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